{"id":155,"date":"2024-01-27T17:07:33","date_gmt":"2024-01-27T16:07:33","guid":{"rendered":"https:\/\/enddarmzentrum-essen.de\/?post_type=illness&#038;p=155"},"modified":"2025-08-21T13:52:53","modified_gmt":"2025-08-21T11:52:53","slug":"kolorektales-karzinom-darm-enddarmkrebs","status":"publish","type":"illness","link":"https:\/\/enddarmzentrum-essen.de\/erkrankung\/kolorektales-karzinom-darm-enddarmkrebs\/","title":{"rendered":"Kolorektales Karzinom (Darm-, Enddarmkrebs)"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group is-style-padding-1 has-grey-1-background-color has-background is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer is-style-height-m\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-style-default is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<h1 class=\"wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color has-large-font-size wp-elements-e4453aca5a0fbc6eb4182b55290dc191\" style=\"font-weight:300;text-transform:uppercase\">Kolorektales Karzinom (Darm-, Enddarmkrebs)<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer is-style-height-s\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns are-vertically-aligned-top is-style-default is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-top is-style-default is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<h2 class=\"wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-5180f49405ef9d5b8d006778e5608e17\" style=\"font-weight:500\">Darmpolypen<\/h2>\n\n\n\n<p>Karzinome des Dick- und Enddarmes z\u00e4hlen in Deutschland zu den h\u00e4ufigsten Todesursachen wegen b\u00f6sartiger Erkrankungen. \u00dcber 50.000 Menschen erkranken j\u00e4hrlich, ca. 30.000 sterben am Tumorleiden. Somit ist der Darmkrebs die zweith\u00e4ufigste Todesursache aller Krebserkrankungen bei M\u00e4nnern und Frauen. In den meisten F\u00e4llen entstehen diese b\u00f6sartigen Tumoren aus gutartigen Vorstufen, den sogenannten Polypen. Diese machen in der Regel keinerlei Beschwerden, selten k\u00f6nnen Blutungen auftreten. Ein sogenannter H\u00e4moccult-Test kann nicht sichtbare Blutungen aus Polypen oder Karzinomen anzeigen, hat aber nur eine richtungweisende Funktion, da ein positiver Test nicht beweisend f\u00fcr ein b\u00f6sartiges Geschehen ist und ein negativer Test einen Tumor nicht ausschlie\u00dft. Aus diesem Grunde sollte bei allen unklaren Blutungen, auch wenn man glaubt, dass H\u00e4morrhoiden die Ursache darstellen, eine Abkl\u00e4rung des gesamten Dickdarmes erfolgen. Eine weitere Indikation stellen Stuhlgangsver\u00e4nderungen dar, insbesondere ein neu aufgetretener Wechsel von Verstopfung und Durchfall sollte als Warnsymptom gelten.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Untersuchung des Dickdarmes kann mittels R\u00f6ntgenstrahlen erfolgen (Kontrastmitteldarstellung oder Computertomographie), selten auch mit der Magnetresonanztomographie (MRT). Auch bei dieser Untersuchung ist eine optimale Darmreinigung erforderlich. Leider k\u00f6nnen Ver\u00e4nderungen erst ab einer gewissen Gr\u00f6\u00dfe dargestellt werden. Hauptnachteil ist jedoch, dass keine weiteren Ma\u00dfnahmen im Sinne einer direkten Abtragung (z.B. Polypen) oder Probeentnahmen erfolgen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesem Grunde stellt die Darmspiegelung weiterhin die Methode der Wahl dar. Damit kann nach optimaler Darmvorbereitung und auf Wunsch auch mit leichter Bet\u00e4ubung der gesamte End-, Dickdarm und ggf. auch das Ende des D\u00fcnndarmes eingesehen werden. Kleinere Polypen werden direkt mit einer Schlinge entfernt, von gr\u00f6\u00dferen Befunden werden Proben entnommen. Polypen sollten schon aus dem Grunde immer entfernt werden, da sie eine direkte Vorstufe des Dickdarmkrebses darstellen. Gr\u00f6\u00dfere Polypen des Enddarmes, die nicht mit der Schlinge abgetragen werden k\u00f6nnen, k\u00f6nnen auch in Narkose durch den Enddarm (transanal) herausgeschnitten werden. Die Komplikationsrate der Darmspiegelung ist ausgesprochen niedrig. In weniger als einem Prozent der F\u00e4lle kann der Darm durch die Spiegelung einrei\u00dfen. In diesen F\u00e4llen ist h\u00e4ufig eine Notoperation erforderlich, bei der Darm wieder gen\u00e4ht wird. Etwas h\u00e4ufiger treten Komplikationen nach Abtragung gr\u00f6\u00dferer Polypen auf. Auch hier kann es zu einem Einriss des Darmes, bzw. zu Blutungen kommen. Auch in diesem F\u00e4llen ist auch eine operative Behandlung erforderlich.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-top is-style-default is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Die gesetzliche Krankenversicherung sieht f\u00fcr alle Mitglieder \u00fcber 50 Jahren eine kostenlose <a href=\"http:\/\/www.g-ba.de\/downloads\/17-98-2233\/2010-07-27_Merkblatt%20Darmkrebs.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vorsorgeuntersuchung<\/a> vor, die alle 10 Jahre wiederholt werden kann. Durch diese Vorsu\u00f3rgeuntersuchung kann die Erkrankungsrate an Darmkrebs deutlich gesenkt werden. Dieses wurde durch <a href=\"http:\/\/www.gesundheit.uni-hamburg.de\/upload\/NeueDarmkrebsbroschuere2011.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">verschiedene Untersuchungen<\/a> nachgewiesen. Selbstverst\u00e4ndlich erhalten aber alle anderen Patienten mit entsprechenden Warnhinweisen oder Bauchschmerzen jederzeit eine Darmspiegelung, die von der Krankenversicherung bezahlt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Nachweis eines End- oder Dickdarmtumors muss eine weitere Behandlung erfolgen. Zun\u00e4chst werden mit verschiedenen Untersuchungen Tochtergeschw\u00fclste (Metastasen) ausgeschlossen. Diese Untersuchungen k\u00f6nnen sowohl ambulant, als auch im Krankenhaus erfolgen. Beim Ausschluss von Metastasen erfolgt dann beim Dickdarmtumor die direkte operative Entfernung der Tumoren. Bei Enddarmtumoren kann es ab einer bestimmten Gr\u00f6\u00dfe erforderlich sein zun\u00e4chst den Tumor durch eine Kombination aus Strahlenbehandlung und Chemotherapie zu verkleinern. Dieses wird im Rahmen verschiedener Untersuchungen abgekl\u00e4rt, um jeweils f\u00fcr den Patienten die optimale Therapie zu erzielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch f\u00fcr die Behandlung von Tumoren des End- und Dickdarmes existieren <a href=\"http:\/\/www.awmf.org\/uploads\/tx_szleitlinien\/021-007l_S3.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Leitlinien<\/a> der deutschen medizinischen Fachgesellschaften, die im Internet frei zug\u00e4nglich sind.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer is-style-height-m\"><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kolorektales Karzinom (Darm-, Enddarmkrebs) Darmpolypen Karzinome des Dick- und Enddarmes z\u00e4hlen in Deutschland zu den h\u00e4ufigsten Todesursachen wegen b\u00f6sartiger Erkrankungen. \u00dcber 50.000 Menschen erkranken j\u00e4hrlich, ca. 30.000 sterben am Tumorleiden. 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