Coloskopie

Diese Untersuchung erfolgt mit einem speziellen, flexiblen Gerät, dem sogenannten Koloskop, das eine Länge von 130 oder 160cm aufweist.

Bei einer Dickdarmspiegelung wird der gesamte Dickdarm z. B. im Rahmen der Dickdarmkrebsvorsorge untersucht. Dafür muss er am Vortag entleert werden. Bei Verdacht auf eine entzündliche Darmerkrankung sollte zusätzlich noch der unterste Anteil des Dünndarms mit untersucht werden (terminales Ileum), da auch hier krankhafte Veränderungen auftreten können. Proben zur feingeweblichen Untersuchung können aus allen Untersuchungsarealen entnommen werden. Bei eventuell vorhandenen Polypen können diese direkt entfernt werden. Diese geschieht mit einer Zange oder Schlinge, die durch das Coloskop vorgeschoben wird.

Vor dieser Untersuchung muss immer eine Darmvorbereitung, entweder mit einem Zäpfchen, einem Einlauf oder bei geplanter kompletter Darmspiegelung mit einer speziellen Trinklösung (Wir verwenden hierzu in der Regel die Substanzen Moviprep oder Fleet) erfolgen und es findet eine schriftliche Aufklärung statt.

Seit einigen Jahren bieten wir unseren Patienten zur Darmspiegelung einen besonderen Service: die sogenannte CO2-Koloskopie

Dadurch kann die Belastung des/der Untersuchten während und nach der Untersuchung durch die eingeblasene Luft deutlich vermindert werden. Das Prinzip besteht darin, dass nicht mehr wie früher Luft in den Darm gepresst wird, damit dieser sich öffnet, sondern CO2-Gas (Kohlendioxid). Dafür muss ein spezielles Gerät zwischengeschaltet werden. Das eingeleitete CO2-Gas wird dann 150x schneller vom Körper wieder aufgenommen und muss nicht wie Luft abgesaugt oder entleert werden. Die sehr lästigen Blähungen und Bauchschmerzen durch die Luft, die die Darmspiegelung früher sehr unangenehm machte, treten nicht mehr auf. Eine Belastung oder gar Gefährdung des/der Untersuchten durch das Kohlendioxid entsteht nicht. Es wird problemlos über die Lunge abgeatmet.

In den vergangenen Jahren konnten wir diese Leistung kostenlos anbieten, da wir die Kosten für das CO2-Gas von der Kassenärztlichen Vereinigung als Vertreterin der Krankenkassen erstattet bekamen. Leider wurde diese Erstattung akut eingestellt, so dass wir leider die Kosten an Sie weitergeben müssen. Für eine Kostenpauschale von 10,00 € können wir die Darmspiegelung mit CO2 weiter anbieten. Ein entsprechendes Aufklärungsformular finden Sie hier.

Im Normalfall wird die Darmspiegelung mit einer leichten Betäubung angeboten. Dazu erhält der Patient über einen Venenzugang durch den Untersucher ein Medikament (in der Regel Propofol) für eine Sedierung.

Einen Aufklärungsbogen zur Durchführung der Sedierung oder Narkose bei einer Darmspiegelung finden Sie hier.

Leider wurde unserer Praxis seitens der Kassenärztlichen Vereinigung untersagt, dass die Coloskopien insbesodnere auch bei Risikopatienten, wie dies seit vielen Jahren hier üblich war, von einem Anästhesisten begleitet werden. Auf Wunsch kann aber trotzdem bei allen Patienten die Betäubung durch einen Anästhesisten erfolgen: Dr.Dermoumi steht  auf Wunsch auch weiterhin zur Verfügung. Es ist dann ein Beitrag von 50€ als Vergütung für Dr.Dermoumi als so genannte IGE-Leistung zu entrichten. Dieses gilt insbesondere für Patienten mit schweren Begleiterkrankungen, bei denen wir sonst keine ambulante Untersuchung anbieten können.

Diese Regelung gilt nicht für Operationen oder Darmspiegelungen, bei denen simultan operative Eingriffe erfolgen. Hier stellt die Narkose natürlich weiterhin eine Regelleistung dar. 

Die Voraussetzungen für die Durchführungen von Darmspiegelungen sowie die Hygiene wird regelmäßig auch durch die Kassenärztliche Vereinigung überprüft.

Bei Patienten mit schweren Begleiterkrankungen, die eine ambulante Durchführung der Darmspiegelung unmöglich machen, werden durch Dr.Ommer auch Coloskopien unter stationären Bedingungen in den Kliniken Essen-Mitte durchgeführt.